20.10.2020 AktuellesAllgemein
Der Bundesrat hat neue Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen.

Stellungsnahme zu den neuen Schutzmassnahmen

Der Bundesrat hat neue Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Auch das Gastgewerbe ist davon betroffen. Angesichts der steigenden Fallzahlen signalisiert die Branche Verständnis. Sie will einen erneuten Lockdown vermeiden und der Bevölkerung auch weiterhin ermöglichen, ausserhalb der eigenen vier Wände in einem gut geschützten Umfeld angenehme Momente zu verbringen.

«Das Ansteckungsrisiko in der herkömmlichen Gastronomie bei Konsumation im Sitzen, Einhaltung der Abstände und der Hygieneregeln ist nachweislich sehr gering», betont GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer. Das Schutzkonzept bietet den Gästen die nötige Sicherheit, die es bei privaten Anlässen in der Regel so nicht gibt. Dass das Branchen-Schutzkonzept des Gastgewerbes grundsätzlich sehr gut funktioniert, stellt auch das Bundesamt für Gesundheit fest. «Wir haben im Sommer bewiesen, dass wir unter erschwerten Bedingungen arbeiten und den Menschen ein Stück Normalität zurückgeben können», erklärt GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer.

Eine erneute Schliessung der Gastronomie ist auch aus sozialen Überlegungen zu vermeiden. Das Gastgewerbe erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Funktion als Ort der Begegnung. Angesichts der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen zeigt Casimir Platzer grundsätzlich Verständnis dafür, dass der Bundesrat keine Wahl hatte und zusätzliche Massnahmen beschliessen musste, auch wenn das schmerzhaft sei und die Branche erneut treffe.

Die Lage des Gastgewerbes ist ernst. Zusätzliche Auflagen wie Sitzpflicht und Maskenpflicht bedeuten für die Betriebe weitere Herausforderungen. «Die erneut ausgesprochene Homeoffice-Empfehlung wird insbesondere wieder die Stadtgastronomie stark beeinträchtigen», hält der GastroSuisse-Präsident fest, «und äusserst gravierend sind die Folgen der Sitzpflicht für die Bar- und Clubszene.»

Schon heute würden viele Betriebe ums Überleben kämpfen. Ein weiterer Lockdown oder andere wirtschaftlich nicht tragbare Restriktionen würden die Existenz der gastgewerblichen Betriebe noch stärker gefährden. Im ersten Halbjahr 2020 sind gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik in der Branche 33‘000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Quelle: Wirteverband Basel-Stadt, Sonntag, 18. Oktober 2020

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